
Was heißt heute "nationalkonservativ"?
Diese Seiten möchten Ihnen darauf gerne eine Antwort vorschlagen.
Jungen Menschen soll zudem eine Möglichkeit gegeben werden, die heute teilweise verschütteten Ansätze konservativen Denkens neu zu entdecken, ohne sich einer Subkultur unterordnen zu müssen.
Diese Seite will aber auch Ansichten und Informationen aufgreifen, die in Deutschland zu diesem Begriff bereits existieren.
Diskutieren Sie mit! Es sollte eine kritische Diskussion aller Meinungen erlaubt sein, gerade auch um die so beliebten Besserwisser-Nischen zu verlassen.
Manche politische Literatur scheint heute zudem darin zu gefallen, Ihren Lesern ein trügerisches Gefühl des exklusiven Hintergrund- wissens zu geben - nach dem Motto: Je abwegiger die Behauptung, desto größer der angebliche Wissensvorsprung.
| Eine breite Palette von Haltungen gibt es heute zum Begriff "nationalkonservativ". Von unkritischer Befürwortung bis zu blindem Hass.
Diejenigen, die in der Vergangenheit für diesen Begriff standen sowie diejenigen, die heute als rechts angesehen werden, haben oft zu seiner schillernden Aura beigetragen.
Selbst Leute, die mit Anklängen an den Nationalsozialismus Wahlkampf machen, werden ja zur Zeit meist undifferenziert schlicht zu Rechten erklärt.
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Demokraten erkennt man an den Taten!
Ganz Linke und ganz Rechte glauben beide einen Endsieg erringen zu können. Dagegen setzt der Konservative das Recht auf Vielfalt. | Rechts gehört zum demokratischen Spektrum wie links. Und rechts ist nicht gleich rechts. |
Der Konservative befürchtet, daß der Liberale dem Linken die Tür öffnen könnte, die dieser wieder schließt.
Wenn man in die falsche Richtung geht, ist Stehenbleiben das beste.
| Linke Positionen beziehen heute meist ihre Attraktivität aus der
Vermittlung des Gefühls auf der Seite der Guten zu stehen. Ihre
Vertreter können stets ein gutes Gewissen haben, denn sie meinen alles
gut. Den Keim der darin liegenden Totalität übersehen sie. | Die Linke schätzt den Menschen und besonders den linken Menschen
als gut und die Welt eher als schlecht ein. Der Rechte ist
selbstkritischer. |
Die Utopien der Linken könnten nur durch die völlige Vergewaltigung der Natur finanziert werden.
Der Linke will die Welt von den Füßen auf den Kopf stellen, der Rechte vom Kopf auf die Füße.
Konservative wollen heute folgendes bewahren:
- Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat
- Umwelt, Heimat und Volk
- Sozialstaat, Eigentum und Verantwortlichkeit
- Frieden, Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen Gesamteuropas
- Selbstbestimmungsrecht der Völker und angestammten Minderheiten
- globale und regionale kulturelle Vielfalt
- verantwortungsbewußte Wissenschaft, Forschung und Lehre
- Solidarität mit friedlich-freiheitlichen Verantwortungsträgern in der Welt
Wie es derzeit oft um Rechte steht, beleuchtet schlaglichtartig folgende Meldung:
"SPD und Grüne fordern, dass der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer zumindest als bildungspolitischer Sprecher abgelöst wird. Er gilt als rechtsorientiert." Copyright © Frankfurter Rundschau online 2005
Ein aktuelleres Beispiel ist die Verhinderung des rechtsintellektuellen Peter Krause als thüringischen Kultusminister in 2008. Siehe hierzu auch das Interview des Deutschlandradio Kultur mit dem Politikprofessor Werner Patzelt vom 02.12.2009
Dabei gab und gibt es viele mutige rechte Vorbilder:
- Sophie Scholl, die Weiße Rose und die Männer des 20. Juli
- wollten Deutschland von der Hitler-Diktatur befreien - handelten aus patriotischer Haltung
- Ronald Reagan
- gab Amerika das Selbstvertrauen wieder - sorgte mit "Reaganomics" für wirtschaftlichen Aufschwung - setzte auf eine realistische Sicherheit durch Stärke - leitete mit Michael Gorbatschow das Ende des Kalten Krieges ein
- Margret Thatcher
- modernisierte Großbritanniens Wirtschaft - war am längsten Premierministerin
- Gustav Stresemann
- wirkte für ein gleichberechtigtes Deutschland - verband nationale Gesinnung mit verantwortungsbewußter Realpolitik
- Franz-Josef Strauß (Link zur FJS-Homepage)
- schaute dem Volk aufs Maul - las auch den Amerikanern die Leviten - handelte gegenüber der DDR patriotisch statt ideologisch - verstand das paradoxe Konzept der konservativen Revolution: "Der Konservative marschiert heute an der Spitze des Fortschritts"
- Helmut Markwort
- brach das Nachrichtenmagazin-Monopol des Spiegel - kritisierte die Beobachtung konservativer Zeitungen durch den Verfassungsschutz
- Prof. Paul Kirchhof
- zeigt die Bedeutung der Familie für unsere Zukunft - mischt sich als ehem. Verfassungsrichter konstruktiv ein - kämpft für einen klare und effektive Steuerreform
- Botho Strauß
- ist der bedeutendste deutsche Nachkriegsdramatiker und Kopf einer intellektuellen Rechten - schrieb den Aufsehen erregenden konservativen Essay "Der anschwellende Bocksgesang"
- Martin Walser
- fand sich nicht mit der deutschen Teilung ab - nennt junge Neonazis zu Recht Kostüm-Faschisten - mahnt unbequem zu echter Auseinandersetzung
- Rainer Kunze
- schrieb in der DDR den antikommunistischen Prosaband "Die Wunderbaren Jahre" - zeigt sich als sensibler Nationalkonservativer - setzt sich für die traditionelle Rechtschreibung ein
- Prof. Robert Spaemann
- ist der führende deutsche christlich-konservative Philosoph - bettet Mensch und Umwelt in eine ganzheitliche Ethik - geachtet auch von Linksintellektuellen, wie z.B. von Claus Leggewie in dessen halbironischem Buch "Der Geist steht rechts"
- Steffen Heitmann
- kämpfte in der DDR für ein freies Deutschland - gab dem Konservativismus als Bundespräsidenten-Kandidat eine beachtete Stimme
- Peter Scholl-Latour
- ist ein weltweit geschätzter Kenner der Weltkulturen - bereist noch mit über 80 Jahren Krisenherde auf allen Kontinenten - benennt schonungslos politische Illusionen
- Alexander Solschenizyn
- überlebte den kommunistischen Gulag - dokumentierte das Lagerdasein in dem epochalen Werk "Der Archipel Gulag" - argumentierte für eine bodenständige Erneuerung der Gesellschaft
National - im Sinne des Hambacher Festes Nationalbewußtsein als Verantwortungsbewußtsein für Deutschland und die Menschen, die in Deutschland leben
Konservativ - im Sinne eines ganzheitlichen Menschenbildes und einer Weltbewahrung
LINKS ZUR DISKUSSION:
+ Konservativismus
Lexikoneinträge der Bundeszentrale für politische Bildung für konservativ und Konservatismus
Internetseite der gemeinnützigen Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung
Wikipedia-Einträge mit der Kategorie Konservatismus und zu den Begriffen Konservatismus und Nationalkonservatismus
+ Allgemeinpolitische Organisationen und Zeitschriften:
Die Initiative der Deutschen Gesellschaft e.V. zur Errichtung eines Nationalen Freiheits- und Einheitsdenkmals
Die deutschland- und europapolitische "Deutsche Nationalstiftung"
Der reformerische Interessenverband "Konvent für Deuschland"
Der ordoliberale Interessenverband "Bürgerkonvent"
Der familienpolitische Interessenverband "Familien"
Der gemeinnützige Berliner Verein "Junge Patrioten"
Die bundesweiten Wählervereinigung "Bürger in Wut (BIW)"
Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung
Die christlich-konservative "Gesellschaft für Kulturwissenschaft"
Der Bund der Vertriebenen
Die Deutsche Burschenschaft
Die Zeitschrift der Herbert-Gruhl-Gesellschaft: "Naturkonservativ heute"
Die Jahresschrift für skeptisches Denken "Scheidewege" der Max Himmelheber Stiftung
Die bündische Jugend "Der Freibund"
Die christlich-konservative Zweimonats-Zeitschrift "Die neue Ordnung"
Die christlich-konservative Plattform "www.die-union.de"
Der Verein "Die Wende - Aktion zur geistig-kulturellen Erneuerung Deuschlands aus seinen christlichen Wurzeln"
Die christlich-konservative Zeitschrift "Epoche"
Die freiheitlich-konservative Plattform "FreiKon"
Die Zeitung "Deutsche Sprachwelt (DSW)" des rechtschreibreformkritischen "Vereins für Sprachpflege (VfS)"
Die bundesunmittelbare "Otto-von-Bismarck-Stiftung"
Die Initiative "Linkstrend stoppen" konservativer CDU/CSU-Mitglieder
Die CDU-nahe christlich-konservative Denkfabrik "Studienzentrum Weikersheim"
+ Internationale Organisationen:
Die internationale "Paneuropa Union"
Die "Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)"
Die Menschen- und Völkerrechtsorganisation "Gesellschaft für bedrohte Völker"
+ Deutschlandpolitik:
Die deutschlandpolitische Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung "Deutschlandarchiv"
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Das deutschlandpolitische "Mauermuseum"
Die Dokumentation "Grenzerinnerungen" über den Todestreifen zwischen Bundesrepublik und DDR
Der Opferverband "Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS)"
Der Opferverband "Bund der stalinistisch Verfolgten (BSV)"
Die Gedenkbibliothek verbotener Bücher in der DDR
Die deutschlandpolitische "Vereinigung 17. Juni 1953"
+ Ausländerpolitik:
Ausländerstatistiken
Integrationsinformationen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
+ Lebensschutz:
Die Bundesstiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens"
Der Lebenschutz-Dachverband "Bundesverband Lebensrecht"
+ Traditionelle Christen:
Das "Forum Deutscher Katholiken (FDK)"
Die "Deutsche Evangelische Allianz (DEA)"
+ Konservativismus im Ausland:
Die Zeitschrift "The American Conservative"
Internetseite der Schweizerischen Volkpartei (SVP)
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