Was heißt konservativ ?Die aktuelle MeinungDiskussionKonservative GedankenKultur-TipsKontakt
 




31. Dezember 2015:

www.nationalkonservativ.de ernennt den Politiker des Jahres 2015


31. Dezember 2014:

www.nationalkonservativ.de ernennt den Politiker des Jahres 2014


31. Dezember 2013:

www.nationalkonservativ.de ernennt den Politiker des Jahres 2013


Bundestagswahl 2013:

Die AfD bewältigt in Rekordzeit einen flächendeckenden und beispiellosen liberal-konservativen Aufbruch. Statt einer deutschen Thatcher und politisch-rationalen Physikerin regiert immer noch der alte Kohl mit viel Schminke und auf DDR-light gewendet. Reformer wie Kirchhoff und Merz sind nicht zum Zuge gekommen. Die Wahlurne kann nun den Ausweg zu einer konstruktiven Politik für Deutschland und Europa weisen!


100.000 Asylanten in 2013 erwartet:

Der Asyl-Lobby geht es um den Aufbau einer Multikulturellen Gesellschaft und die Umwandlung Deutschlands in ein Einwanderungsland, den Konservativen um die politisch Verfolgten!


31. Dezember 2012:

www.nationalkonservativ.de ernennt den Politiker des Jahres 2012


19. Februar 2012:

Joachim Gauck - die einzige Lösung als Bundespräsident!


31. Dezember 2011:

www.nationalkonservativ.de ernennt den Politiker des Jahres 2011


Dezember 2011:

Der "Berliner Kreis" namhafter konservativer Unions-Abgeordneter ist das überfällige Lebenszeichen eines wesentlichen Teils der Union und der demokratischen Gesellschaft. Will dieser zum Wohle der Partei wirken, muß er allerdings fallweise auch die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin kritisieren dürfen.


16. Dezember 2011:

Durch den von Frank Schäffler und Burkhard Hirsch initiierten Mitgliederentscheid ist die FTP die einzige etablierte Partei, die den Mut hatte, ihr Personal zur Eurohaftung zu befragen. An dieser gelebten Demokratie müssen sich andere erst mal messen lassen!


November 2011:

Zur rechtsextremen Mordserie der NSU-Bande:

Wenn selbst Terror geheim bleibt, scheint der Verfassungsschutz statt seiner Aufgabe nachzukommen, die Grundordnung zu schützen und Untergrundaktivitäten aufzudecken, der Beurteilung und Bekämpfung des Rechtsextremismus eher im Wege zu stehen - wie auch schon beim NPD-Verbot, daß vom Bundesverfassungsgericht abgewiesenen wurde, weil ein Großteil der Parteiführung für Geheimdienste arbeitet.


November/Dezember-Heft der "Politischen Studien" 2011:

Zur Euro/Griechenland-Pleite (II):

Früher argumentierte die Union noch gegen den linken Spruch "Lieber rot als tot", heute sagt sie völlig absurd "Frieden ist wichtiger als Schulden" zur europäischen Transferunion (siehe Editorial-Überschrift der "Politischen Studien" der CSU-nahen Hans-Seidel-Stiftung).


Zum Papstbesuch in Deutschland vom 22. bis 25. September 2011:

Papst Benedikt, der nach dem Willen einiger Abgeordneter nicht vor dem Bundestag sprechen sollte, hat diesem eine Rede geschenkt, deren Niveau sonst dort kaum noch erreicht wird. Das geistliche Oberhaupt der katholische Kirche hat dabei die Grundlagen unseres Gemeinwesens herausgearbeitet, in dem das Christentum Recht und Vernunft um eine moralische Dimension ergänzt.


Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 2011:

Die Berliner Mauer war keine Folge des von Hitler begonnenen Krieges, sondern ein Teil des Kommunismus, der ohne Mauern nicht überlebensfähig ist. Wer die Mauer als Sachzwang rechtfertigt, wird wieder Mauern errichten, wenn die Wirklichkeit nicht zur eigenen Weltanschauung paßt. Man sollte an so einem Tag auch an den konservativen amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan erinnern, der am Brandenburger Tor noch in den 80ern als einziger hoher Politiker die Sowjetführung zum Abriß der Mauer aufgefordert hat.


Zu Merkels Energiewende vor der BW-Landtagswahl im März 2011:

Während die Welt weiter auf Kernkraft setzt, steigt Deutschland als in Sicherheitsfragen führende Technologienation aus ihr aus. Hat Fukuschima nicht eher gezeigt, wie sicher diese Technologie ist, wenn selbst ein Unglück, daß durch eine derartig ungewöhnliche Ballung regionaler Risiken, wie schweres Erdbeben und Zunami, ausgelöst wird, klimpflicher verläuft als das in Tschernobyl?

Oder steigt man jetzt auch aus dem Autoverkehr aus, in dem jedes Jahr weit mehr Menschen Schaden nehmen und umkommen? Wo war in der Union oder in der FDP eine vernehmbare Stimme für Kernkraft oder die noch sichereren Folgetechnologien? Wenn Vereinfachungen, Stimmungsmache und Populismus von den angeblich Grünen kommen, ist die letztlich erfolglose Wahltaktik selbst bei einer Physikerin wie Merkel offenbar wichtiger als die Vernunft.

Wie beim Atomwaffensperrvertrag, würde diese gebieten, globale Sicherheitsstandards zum Wohle aller zu vereinbaren und zu kontrollieren statt auszusteigen.


31. Dezember 2010:

www.nationalkonservativ.de ernennt den Politiker des Jahres 2010


07. November 2010:

Solange das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit seinen Propaganda-Plakaten "Weniger als 3 Mio Arbeitslose..." unser Geld rausschmeißt, sind die Steuern auf jeden Fall zu hoch.


Zur Diskussion um das Sarrazin-Buch "Deutschland schafft sich ab" vom 30. August 2010:

Meinungsfreiheit für Sarrazin = Meinungsfreiheit auch für die Mehrheit! Jemandem das Gegenteil von dem, was er vertritt anzudichten und wegen einer Meinung rauszuwerfen, die ein Großteil der Bevölkerung teilt, ist wohl das Ungeheuerlichste was wir von demokratischen Institutionen bislang kennengelernt haben. Das Ausland, für das Sarrazins Aussagen Selbstverständlichkeiten sind, wird sich wundern, daß sich die ehemalige FDJ-Funktionärin Merkel hier offen gegen eine Mehrheit quer durch alle Parteianhänger stellt.


Zur Volksabstimmung über die schwarz-grüne Einheitsschulpolitik in Hamburg vom 18. Juli 2010:

Wieder hat sich gezeigt, daß eine konservative Position eine klare Mehrheit bei hoher Wahlbeteiligung sogar gegen die aktive Werbung des gesamten politischen Establishments hinter sich hat. In allen gesellschaftlichen Schichten ist nämlich bekannt, daß Kinder umso besser gefördert werden, je genauer die Anforderungen an sie angepaßt sind, je individueller Schule und Unterricht also sind. Beim Lernen ist Gemeinschaft nur unter etwa gleich Starken sinnvoll, zwischen Starken und Schwachen muß sie woanders hergestellt werden. Das Ideal ist nicht die Gemeinschaftsschule, sondern die Privatschule für jeden!


25. Mai 2010:

Roland Koch, der vielleicht klügste und mutigste Politiker, den Deutschland derzeit hat, kündigt seinen Rücktritt von allen Ämtern an. Mann kann nur hoffen, daß er sich nicht wie Friedrich Merz aus der Politik verabschiedet, sondern diesen dazu bringt, gemeinsam dort zu wirken, wo beide am meisten bewirken können: An der Spitze einer Partei, die die Krise nicht mit einem "Weiter so" der CDU oder einem "Noch mehr" der Linken beantwortet, sondern mit einem Neuanfang ohne unglaubwürdige Wahlgeschenke.


20. Mai 2010:

Zur Euro/Griechenland-Pleite:

Mit dem ständigen Hinweis auf Neoliberale, Spekulanten und Hedge-Fonds haben die meisten Politiker in populistischer Weise Sündenböcke ausfindig gemacht, um ihr Versagen in der Haushalts- und Ordnungspolitik zu überdecken.


08. Mai 2010:

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht es als "große Ehre" an, bei den Feierlichkeiten zur totalen Kapitulation Deutschlands an einer Militärparade der ehemaligen Aliierten in Moskau teilzunehmen. Ist das die gleiche "Ehre", für die die deutschen Soldaten in Afghanistan sterben?


07. Mai 2010:

Während als fortschrittlich angesehene linke Hoffnungen, Visionen und Utopien in den letzten Jahrzehnten reihenweise zerplatzt sind, haben sich die stigmatisierten rechten Warnungen und Ziele als realistisch erwiesen: die deutsche Wiedervereinigung, der Bankrott des Kommunismus, die Auflösung des Ostblocks und der Sowjetunion, die neuen ethnisch-kulturellen Konflikte, die westliche Finanzkrise und nun das Auseinanderbrechen des Euro.


29. November 2009:

Die nationalkonservative Schweizer Volkpartei (SVP) hat Ihre Volksabstimmung zum Verbot neuer Minarette in der Schweiz mit 57,5 % gewonnen - gegen die etablierten Parteien und Verbände und bei einer hohen Wahlbeteiligung. Aller Welt wurde mit dieser Abstimmung klar, daß konservative Positionen und Parteien eine Mehrheit haben können, wenn man Demokratie und den Volkssouverän ernst nimmt. Als Warnsignal der schweigenden Mehrheit faßt den Entscheid dagegen nur Wolfgang Bosbach (CDU) als einziger etablierter bundesdeutscher Politiker auf. Dabei ergab selbst eine aktuelle Online-Umfrage der linksliberalen Frankfurter Rundschau eine Mehrheit für das Verbot von Minaretten oder für die christliche Prägung Deutschlands.

Hat die Schweiz einen letzten vergeblichen Versuch gestartet, ihre traditionelle Identität zu bewahren oder war dies der erste Schritt für ganz Europa, der eigenen Kultur wieder bewußt zu werden? Warum darf es kulturelle Vielfalt eigentlich nur innerhalb eines Landes aber nicht zwischen den Ländern geben? Ist das Zusammenleben auf kleinstem gemeinsamen Nenner realistisch und erstrebenswert?

Während Kirchtürme heute ein allgemeines Kulturerbe ohne Machtanspruch darstellen, stoßen Minarette in eine Lücke, die erst wieder geschlossen werden muß. Wären alle so demokratisch wie die Schweiz, gäbe es sicher keine Mehrheit für Minarett-Verbote. Jede Religion sollte das Recht haben zu missionieren und jeder sollte sich zwischen allen Religionen frei entscheiden können. Religionsfreiheit weltweit! Auch dafür ist diese Abstimmung unterschwellig ein Votum, auch wenn sie in erster Linie ein Ventil für das Unbehagen an selbstherrlich verträumten Politikern im Heimatland Schweiz war.


Zur Bundestagswahl am 27. September 2009:

Demokraten müßten eigentlich die Partei wählen, deren Plakate am häufigsten von anderen zerstört werden, Konservative müßten eigentlich Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Peter Gauweiler oder Vera Lengsfeld wählen. Wenn es aber nach dem Establishment geht, müßten alle "links", "nicht links und nicht rechts, sondern vorn", die alte "Neue Mitte", "liberal" oder "die Mitte" wählen.


30. Juni 2009:

Dank einer Klage der Partei "Die Linke" und des konservativen CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Gauweiler stellt das Bundesverfassungsgericht den Lissabon-Vertrag der Europäischen Union unter den Vorbehalt demokratischer Entscheidungen auf nationaler Ebene (siehe BVG-Pressemitteilung).


18. Juni 2009:


Im Gegensatz zu der fast totalen Verehrung durch alle anderen Medien hat der Deutschlandfunk am 06.06.2009 eine fulminante Kritik am linksliberalen Jürgen Habermas zu dessen 80. Geburtstag gewagt. Der Beitrag "Des Kaisers neue Kleider" wurde von Sibylle Tönnies verfaßt, einer Enkelin des Soziologen Ferdinant Tönnis ("Gemeinschaft und Gesellschaft").


17. Juni 2009:

Zum Nationalen Gedenktag hielt Prof. Dr. Richard Schröder (SPD) eine beachtenswerte, patriotische Rede im deutschen Bundestag über den Volksaufstand für Freiheit und Einheit von 1953.


23. Mai 2009:

Die Wiederwahl des blassen, ursprünglich völlig unbekannten Horst Köhler als Bundespräsidenten paßt zum 60. Geburtstag der ursprünglich als Provisorium geplanten Bundesrepublik Deutschland.


Europawahl 7. Juni 2009:


www.nationalkonservativ.de empfiehlt:

Wählen Sie Europa ohne gegen seine gewachsenen und erst vor kurzem von zentralistischen Diktaturen befreiten Nationalstaaten zu stimmen!
Z.B: die Liste 26 "Für Volksentscheide".


04. November 2008:

Die heutige Antisemitismusresolution des Deutschen Bundestages wirft einen dunklen Schatten auf die deutsche Gesellschaft. Hat Deutschland tatsächlich so wenig aus der Geschichte gelernt? Gibt es bei uns tatsächlich noch so oder schon wieder so vielen Leute, die Juden diskriminieren oder zu unserem Unglück erklären?

Ein Expertengremium soll regelmäßig Bericht über einen Antisemitismus abgeben, der angeblich als "ernstzunehmendes Problem" noch immer "in allen Schichten der Bevölkerung" anzutreffen sei. Doch wer ist diese Kommission, die entscheidet, wer und was antisemitisch ist? Wer legt hierfür die Kriterien fest? Welche Gründe sollte es überhaupt geben, die Antisemitismus heute zunehmen oder entstehen lassen könnten? In einer Demokratie kann das, was antisemitisch ist, doch nur von allen Bürgern in einer gleichberechtigten Diskussion entschieden werden.

Fatalerweise mißtraut man anscheinend der Einsicht der Menschen in allerselbstverständlichen Anstand. Im Stile einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung kommt es dabei im schlimmsten Fall möglicherweise zu Trotzhaltungen, die unter normalen Umständen kein vernünftiger Mensch einnimmt. So stellt die gutgemeinte Aktion des deutschen Bundestages einen Bärendienst dar, der die überwältigende Mehrheit sowohl der jüdischen als auch der nichtjüdischen Deutschen beleidigen kann.

Nicht die einfachen Leute haben Juden das größte Leid zugefügt, sondern ein Staat, der schon damals nach außen stets nur Frieden und Endlösungen wollte. Lassen wir uns den menschlichen Anstand und die Tugenden nicht aus den Händen nehmen, sondern leben wir die Solidarität mit allen Minderheiten, die ihren angestammten Platz in Deutschland haben oder sich ehrlich zu Deutschland bekennen. Die Kriterien hierfür kann jeder selbst am besten erkennen.


03. November 2008:


Zum Stop der SED-Nachfolger im Westen:

Die vier hessischen SPD-Landtagsabgeordneten, die vor der Abstimmung über eine rot-grüne Minderheitsregierung bei Tolerierung durch die Partei "Die Linke" ihre Ablehnung begründeten, haben die Sehle der SPD gerettet.

Wie kann die SPD nur mit einer Gruppierung zusammenarbeiten, deren eine Vorgängerpartei Sozialdemokraten, die sich der Zwangsvereinigung zur SED wiedersetzten, in Gefängnisse geworfen hat und deren andere Vorgängerpartei im wesentlichen aus einem Verrat an der SPD entstand, den man jetzt kurioserweise den vier Abgeordneten vorwirft, die sich an das eigene Wahlversprechen "keine Regierung mit Hilfe der Ex-SED/WASG" halten?


01. November 2008:

Zum aktuellen Amerikabild:

Antiamerikanismus ist heute weiter verbreitet als jemals zuvor. Dabei zeugt dies häufig von einer erschreckend engstirnigen und naiven Sicht auf die Politik einer Weltmacht. Es wimmelt von Pauschalurteilen über die amerikanische Bevölkerung bei meist völlig unkritischer Übernahme des "Amerikan Way of Life" in Alltags- und Geschmacksfragen.

Kritisch werden in erster Linie die Kraft dieser Nation und die Art, wie sie diese nutzt, beäugt. Daß deren Einzelstaaten eine weitreichende Autonomie besitzen, ihre Regierungschefs bisweilen vorzeitig durch Volksabstimmungen abgewählt werden, die Präsidentschaftskandidaten durch Vorwahlen entschieden werden und die Freiheit der amerikanischen Presse legendär ist, wiegt kaum noch. Die USA werden als nahezu vordemokratisch und als Störenfried in einer an sich harmonischen Welt angesehen.

Dabei zeigt sich bei aller Skepsis gegenüber medialen Heilsbringern auch am beliebten Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, wie vital die Demokratie in Amerika ist: Wieder hat es ein junger Außenseiter mit relativ wenig Erfahrung aus einfachen Verhältnissen ganz nach oben geschafft. Einer, der die Menschen wieder für Politik interessiert und die ganze Nation zu politischen Debatten anregt. Wann konnte man so etwas das letzte mal in Deutschland erleben?


11. Oktober 2008:

Der Kärtner Landeshauptmann und BZÖ-Vorsitzende Dr. Jörg Haider ist mit seinem Auto bei überhöhter Geschwindigkeit tödlich verunglückt.

Wie der Name seiner neu gegründeten Partei "Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)" schon aussagt, ging es Haider oft nicht schnell genug. Dies wurde ihm nun auf tragische Weise zum Verhängnis. In Kärnten hatte Haider zuletzt eine ähnliche Stellung wie einst Franz Josef Strauß in Bayern. Laut Österreichischem Rundfunk (ORF) nehme "die Trauer Ausmaße an, die wohl noch bei keinem Tod eines Politikers in Kärnten so groß war".

Haider wurde 1950 im oberösterreichischen Bad Goisern geboren. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien. Von 1971 bis 1975 war er Bundesobman des Rings Freiheitlicher Jugend, der Nachwuchsorganisation der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Mit 29 Jahren kam Haider für die FPÖ als damals jüngster Abgeordneter in den Österreichischen Nationalrat. Mit 36 übernahm er den Vorsitz seiner Partei. Er verdoppelte unmittelbar danach deren Wahlergebnis und führte die damalige Schwesterpartei der FDP von einer Klientelpartei zu einer großen Volkspartei der demokratischen und sozialen Reformen. Drei Jahre später wurde er zum Landeshauptmann von Kärnten gewählt.

Haiders Popularität stieg vor allem mit seinem unerschrockenem Engagement gegen die Allmacht der beiden großen Parteien ÖVP und SPÖ. Er brachte die gelebte Demokratie in Österreich entscheidend voran, indem er den starren Proporz zwischen einem schwarzen und einem roten Lager aufbrach. In mehreren Büchern konkretisierte er seine Reformvorstellungen, z.B. "Europa der Regionen" (Leopold Stocker, 1993), "Die Freiheit, die ich meine" (Ullstein, 1993), "Befreite Zukunft jenseits von links und rechts" (Ibera, 1997) oder "Bewegung" (Ibera, 2004). Auch initiierte die FPÖ unter seiner Führung erfolgreich Volksbegehren. Innerparteilich wurden von Haider besonders Jungpolitiker gefördert, wie der damals jüngste österreichische Finanzminister Grasser und der heutige FPÖ-Vorsitzende Strache.

Als Haiders Partei 1999 zweitstärkste politische Kraft wurde, kam es zu einer Koalition mit der ÖVP auf Bundesebene unter Verzicht auf einen Regierungs-
posten für den FPÖ-Vorsitzenden. Im Ausland wurden Sanktionen gegen Österreich verhängt, da mit Haider ein antisemitisch und ausländerfeindlich gesinnter Politiker Einfluß auf die Regierung habe. Dabei bezog man sich im Wesentlichen auf seine tempramentvollen Aussagen in hitzigen politischen Debatten, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Die überwältigende Mehrheit der Kärntner konnte in Haiders Handeln jedoch keine rechtsextreme oder gar antisemitische Gesinnung erkennen. Im Nachruf "In Memorian Dr. Jörg Haider" auf joerghaider.tv sagt selbst die Grünen-Abgeordnete Sabina Schautzer: "Ich habe seinen Ideen sehr viel abgewinnen können".

FPÖ und BZÖ sind besonders bei der Jugend beliebt und bestehen aus unterschiedlichsten Persönlichkeiten aller Volksschichten sowie mehreren Flügeln, die oft kontrovers um den richtigen Weg ringen. Auch der oft als zu forsch und unsteht empfundene Parteivorsitzende war sowohl von liberaler als auch national-konservativer Seite oft heftiger Kritik ausgesetzt. Haider wollte immer noch moderner werden und seine Partei zu einer "freiheitlichen Bewegung" formen. Das Ergebnis des BZÖ steigerte er bei der Nationalratswahl am 28. September von 4,1% auf 10,7%. In Kärnten sahen ihn Umfragen bei einer satten absoluten Mehrheit. Kürzlich nahm er auch noch eine Musik-DVD auf. Das Erfolgsmodell Haider scheiterte bei Ausdehnungsversuchen in die Bundesrepublik an Störaktionen, die die Versammlungsfreiheit erheblich einschränkten, und einem resignierten, zersplitterten national-liberalen Milieu.

Mit Haider verliert Österreich seine markanteste politische Stimme. Das national-liberale Lager, das in Österreich etwa gleichstark mit dem katholisch-
konservativen und dem sozialistischen Lager ist, verliert seinen profiliertesten und begabtesten Politiker. Genauso befreihend wie seine besonders in der aktuellen Trauer bewunderte Bürgernähe war Haiders aufrechte Haltung gegenüber der Vergangenheit, wenn sie - wie beabsichtigt - nicht als Rechtfertigung für Verbrechen oder den Nationalsozialismus verstanden wird, sondern als Fähigkeit sachlich zu differenzieren.


19./20. September 2008:

Angeführt von einem CDU-Oberbürgermeister feiern Demonstranten Einschüchterung, ökonomisch-sozialen Boykott, Gewalt und polizeiliches Verbot gegen eine friedliche, anti-islamistische Kundgebung der rechtspopulistischen Stadtratsfraktion "Pro Köln" als "richtige Antwort" und "Sieg der demokratischen Kräfte".

Der OB: "Wir haben neben den Gegendemonstrationen die unterschiedlichsten Formen des breiten und friedlichen Protestes erlebt - von geschlossenen Fensterläden am Heumarkt und dem Streik der Taxi- und Busfahrer, vom Rauswurf der Kongressveranstalter und deren Gäste aus dem Hotel bis zu der Aktion "Kein Kölsch für Nazis". Diese Zeichen des Protestes haben der Welt gezeigt, dass die bekannte Weltoffenheit Kölns nicht nur historisches Erbe sondern tägliche gelebte Überzeugung des heutigen Köln ist." (siehe www.koeln.de)

In der Zeitung "Die Welt" nennt der deutsche Journalist und Schriftsteller jüdisch-polnischer Abstammung Henryk M. Broder die Vorgänge eine "totale Kapitulation des Rechtsstaates".


15. September 2008:

Der konservativ-liberale Sozialphilosoph Günter Rohrmoser ist gestorben.

Rohrmoser gehörte zu den engagiertesten christlichen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Zunächst in der SPD-Grundwertekommision unter Peter Glotz und für die sozial-liberale Bundesregierung tätig, versuchte er später Strauß und die Union für eine geistig-moralische Wende zu gewinnen.

2006 veröffentlichte die von ihm mitgegründete "Gesellschaft für Kultur-
wissenschaft" sein Buch "Konservatives Denken im Kontext der Moderne", das sich mit wesentlichen konservativen Denkschulen vor aktuellem Hintergrund auseinandersetzt. Aktuell ist auch sein Plädoyer in Deutschlandradio Kultur vom Mai 2007 "Konservativ - ein Überlebensimperativ".


03. August 2008:

Alexander Solschenizyn ist tot.

Der mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Schriftsteller und Wissenschaftler Alexander Solschenizyn war einer der großen Mahner gegen Kommunismus und Liberalismus  - nicht aus Ideologie, sondern aus eigenem Erleben. Seine Vorstellung von einer bodenständigen Erneuerung Russlands gab wichtige Impulse für die Entwicklung einer aus der eigenen Tradition gefestigten und christlich fundierten Demokratie. Die FAZ ehrt ihn mit einem Spezial-Hintergrund.


13. Juni 2008:

Die Abstimmungsniederlage für den Lissaboner EU-Vertrag bei der Volksbefragung in Irland sollte Europa wieder vom Kopf auf die Füße stellen, indem man alle Nationen gleichberechtigt abstimmen läßt. Nur durch eine breite Diskussion wird Europa erfolgreicher von Bürgern als von Bürokraten getragen - effektiver und demokratischer, weil subsidiärer.


1. Mai 2008:


Philipp Boeselager, der vorletzte Überlebende der Hitler-Attentäter, ist tot.

Er trat 1993 aus konservativer Haltung aus der CDU aus und schrieb u.a. für die konservative Wochenzeitung "Junge Freiheit". Sein letztes Interview gab er der FAZ wenige Wochen vor seinem Tod. Darin kommen die Motive der Verschwörer zur Sprache, bei denen laut FAZ nach neuen Dokumenten aus Rußland der Judenmord als wesentlich anzusehen ist.


3. Januar 2008:


Roland Koch - der deutsche Nicolas Sarkozy ?

Kochs 6-Punkte-Plan für eine konservative Wende


15. November 2007:

Die nationalkonservative Wochenzeitung "Junge Freiheit (JF)" eröffnet eine große, erneuerte Internetpräsenz.

Vor gut 20 Jahren wurde die JF von Schülern und Studenten gegründet. Durch konsequente Unabhängigkeit, Seriösität und eine demokratisch-freiheitliche Ausrichtung bei christlicher und national-liberaler Grundhaltung konnten das Ansehen und das Niveau der Zeitung kontinuierlich ausgebaut werden. Inzwischen hat sich die JF zu  d e m  publizistischen Zentrum eines parteiübergreifenden Konservativismus entwickelt. Dabei haben Gesellschaftskritik und eigenständige Recherche jede Woche in der JF ihren beachteten Platz. Nun hat die Zeitung auch eine moderne Internetpräsenz.


24. Oktober 2007:


Zur Wiedereröffnung der Anna Amalia Bibliothek am 24.10.2007 in Weimar:

Während man Jahrzehnte lang bemüht war die Rechtschreibung dem Lauf der Zeit anzupassen und Millionen für eine Kultur der Festivals, der Spektakel und des Kitches ausgibt, schaffte man es nicht, die "Wiege unserer nationalen klassischen Kultur" (FAZ) in der Amalia-Bibliothek rechtzeitig auf einen aktuellen brandschutztechnischen Stand zu bringen.


11. Oktober 2007:

Zum Steit um Eva Herman:

72% derjenigen, die die Diskussionsrunde mit Frau Herman am 09.10.07 gesehen haben, empfanden ihren Rauswurf als ungerechtfertigt. So eine Umfrage von "Welt Online", die die Zeitung "Welt Kompakt" am 11.10.07 unter der Überschrift "Herman spaltet Deutschland" als "Frage des Tages" veröffentlichte.

In der Sendung hat Frau Herman noch einmal klar dargelegt, daß die Familienwerte, die sie vertritt, im Dritten Reich mißbraucht wurden. Aber daß diese Werte trotzdem unabhängig vom Nationalsozialismus sinnvoll bleiben, genauso wie die damals gebauten Autobahnen.

Die '68er haben dagegen traditionelle Familienwerte mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht und deshalb das (nationalsozialistische) Kind mit dem (bürgerlich-konservativen) Bade ausgeschüttet.

Nichts anderes ist allen bisherigen Aussagen von Frau Herman zu entnehmen. Doch der Sarkastiker fragt sich: Wird man jetzt die alten Tagesschauen von Frau Herman auf versteckte nationalsozialistische Botschaften untersuchen? Oder sollte man die unter Hitler gebauten Autobahnen lieber abreisen, damit positive Aussagen hierzu wie die von Frau Herman auch glaubwürdig kritisiert werden können?

Wer befreit uns von diesem Wahn? Nur ein Denken in demokratischen und freiheitlichen Kategorien, das Taten und eigenes Beobachten ernster nimmt als Verdächtigungen und Sensationsjournalismus.


7. Oktober 2007:

"Ich bin konservativ."
Walter Kempowski in seinem letzten Interview (FAZ vom 07.10.07)


10. April 2007:

Zur Reaktion auf die Trauer-Rede des Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) für Hans Filbinger:

Wieso ist die Meinung, jemand sei Nationalsozialist gewesen, automatisch glaubwürdiger als die Meinung, jemand sei nicht Nationalsozialist gewesen?

Verwerflich kann doch nur sein, wenn jemand heute immer noch Nationalsozialist ist, Verbrechen begangen hat oder die nationalsozialistischen Verbrechen rechtfertigt.

Wenn man wie Herr Oettinger gezwungen wird, sich für die Wahrheit oder das, was man für die Wahrheit hält zu entschuldigen, wird man lügen.


Dezember 2006:

Über die deutsche Leitkultur:

In den letzten Jahrzehnten sind die gesellschaftlichen Randgruppen in den Mittelpunkt unseres sozialen Bewußtseins gerückt. Dafür wurden die tragenden Säulen unseres Staates, wie die Familie, die Kirche, die bewaffneten Organe, die Selbstständigen sowie die Lehr- und Forschungsstätten zunehmend an den Rand gedrängt.

Die Vorstellung hochqualifizierte Einwanderer ins Land holen, um unsere demographischen und sozialen Problem zu lösen, ist egoistisch und damit naiv. Retten muß sich letztlich jede Gemeinschaft selbst. Warum anderen Aufgaben übertragen, die wir auch lösen können, wenn wir uns als lebendiges Volk und offene Nation begreifen? Warum andere hereinholen, wenn wir uns nicht mehr so begreifen? Deutschland als reine Wohlstandsinsel in einer einheitlichen Welt wird es nicht geben.


25. Oktober 2006:

Aus der deutschen Aufregung um die unapettitlichen Bilder von deutschen Soldaten mit Todenschädel in Afghanistan kann man ersehen, wie sehr wir das eigene Handeln vor allem nach den vermuteten fremden Maßstäben beurteilen. Nach ehrlichem eigenem Verständnis hätten eine Ermahnung der unreifen Männer und eine ehrlichere Ausbildung in Bezug auf die Herausforderungen ausgereicht.


17. September 2006:

Zum Einzug der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern mit 7,3 %:

Die Vorstellung, daß sich rechtsextreme Einstellungen aus der Mitte der Gesellschaft speisen und dadurch die NPD-Erfolge ermöglichen, verkennt, daß die NPD sich gerade durch ihr Andersein attraktiv macht, da sie damit auffällt und sich vom etablierten Politikbetrieb abhebt.

Sie ist vornehmlich ein Phänomen der überreizten Mediengesellschaft sowie neo-proletarische Subkultur mit Schockfaktor und damit Teil einer makaber-individuellen Spaßgesellschaft.

Deshalb ist die "Antifa", die dieser Provokation die höchste Aufmerksamkeit schenkt und selber auch ganz gerne provoziert, die größte moralische und propagandistisch Unterstützung für die NPD.


August 2006:

Zu Günther Grass' Mitgliedschaft in der Waffen-SS:
"Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche!"


17. Mai 2006:

Man muß nun dafür sorgen, daß die Äußerungen des ehemaligen Regierungssprechers Uwe Karsten Heye über Lebensgefahr für Ausländer in Deutschland niemanden noch zu weiteren ausländerfeindlichen Taten ermuntern.

Außerdem sollte man auch das Problem angehen, daß es seit langem Gegenden in deutschen Großstädten gibt, in die sich viele nicht trauen, da dort mangelnde innerer Sicherheit oder Ghettobildung vorherrschen.


6. Mai 2005:

Integration auf kleinstem gemeinsamen Nenner:

Aus Anlaß zweier vollständig verhüllt gekleideter ausländischer Schülerinnen schlägt Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) vor in Deutschland Schuluniformen einzuführen.

Auch hier zeigt sich, daß Multikulturalismus die Vielfalt nicht fördert sondern zerstört. Vielfalt kann nur da sein, wo dessen Inhalt auch durch Grenzen sichtbar wird.


Einträge bis November 2005:



"Die Welt wird durch den Gekreuzigten und nicht durch die Kreuziger erlöst" Papst Benedikt XVI. bei seiner Antritts-Predigt am 24. April 2005


Danke Dresden!
Der Wiederaufbau der Frauenkirche ist ein hoffnungsvolles Symbol eines deutschen und europäischen Bürgerengagements, einer lebendigen regionalen Identität und eines zukunftsweisenden christlichen Erbes.


Der Gammelfleischskandal hat gezeigt, daß viele Menschen Sicherheit vom Staat verlangen, die Ihnen erst aufgrund einer zunehmenden Anonymisierung von Wirtschaft und Gesellschaft fehlt.


Aus einem Interview des Tagesspiegel mit dem Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland Paul Spiegel:

"Wenn man weiß, wie Deutschland 1945 aussah und das mit dem vergleicht, wie es heute aussieht, darf ein Bürger dieses Landes stolz auf sein Vaterland sein."

"Ein guter Patriot ist, wer sein Vaterland liebt. Patriotismus ist etwas Gesundes. Das Fehlen von Patriotismus würde zu einem neuen Nationalismus führen."


Sie lieben Ihr Vaterland?
"Selbstverständlich, sonst wäre ich nicht hier."


Von den Unruhen in Frankreich können wir lernen, daß sich Multikultur und Liberalität in einem Staat wie kommunizierende Röhren verhalten.



Danke Dr. Peter Gauweiler!
Keine (EU-)Verfassung ohne Volksabstimmung!


Die Emanzipazion der Frau sollte darin bestehen, die Hybris des männlichen Fortschritts- und Machbarkeitswahns zu erkennen und die abgehobene individualistische Industrie- und Managementgesellschaft wieder auf die Füsse zu stellen.


Am 27.11.05 verstarb Franz Schönhuber


Einzig die FAZ hat am 29.11.05 auf der ersten Seite über den Tod des Politikers und ehemaligen stellvertretenden Chefredakteurs des Bayerischen Fernsehens Franz Schönhuber berichtet, der auch in den Fernsehnachrichten vermeldet wurde. In der Tat war Schönhuber ein Mann, der heute im politischen Betrieb kaum noch vorstellbar ist.

Franz Schönhuber, Jahrgang 1923 und aus dem katholischen Mittelstand stammend, hat sich als Vertreter des "kleinen Mannes" verstanden. So war er populärer Moderator des Fernsehmagazins "Jetzt red i", in der Bürger mit ihren Anliegen zu Wort kommen. Später bekannte er sich in seinem schlagzeilen-
trächtigen Buch "Ich war dabei" trotzig zu Waffen-SS, was zum Rauswurf aus dem Bayerischen Rundfunk führte.

Daraufhin war er über 10 Jahre Vorsitzender der Partei "Die Republikaner". Diese führte er weg von ihrem konservativ-programmatischen Profil hin zu einem schillernden Populismus, der auch auf das sozialdemokratische Milieu anziehend wirkte. Neben enttäuschten Sozialdemokraten, die heute Lafontaine anspricht, gewann er zeitweise auch erfahrene SPD-Politiker wie den langjährigen, beliebten Oberbürgermeister von Würzburg Dr. Klaus Zeitler oder den ehemaligen SPD-Ministerialdirigenten im Entwicklungshilfeministerium Manfred Ritter für seine Partei.

Der SPD-Bundesgeschäftsführer Peter Glotz zollte ihm in einem Streitgespräch in der Zeitung "Die Welt" damals Respekt. Sonst kam Schönhuber kaum in eine ernsthafte Diskussion mit dem politischen Establishment. Sein Redetalent konnte er in Bierzelten dagegen umsomehr entfalten. In den letzten Jahren glaubte er in der Klientel der sächsischen NPD den von ihm geschätzten einfachen Mann auf der Straße wiederzuerkennen.

Die weitverbreitete Annahme, daß den (latent) radikalen Rechten in Deutschland zum Erfolg nur eine charismatische Führungsfigur fehle, wurde durch ihn wiederlegt. Auch die Hoffnungen vieler auf eine rechte demokratische Ergänzung des Parteienspektrums, darunter viele Mitglieder der außerhalb Bayerns durch Franz Josef Strauß unterstützten konservativen Zirkel, konnte Fanz Schönhuber nicht erfüllen. Hierzu setzte sein teilweise demagogisch-autoritärer Populismus, seine Konzentration auf den radikalen Protest sowie seine demokratiekritische Skepsis gegenüber dem Parlamentarismus einem konservativen Politikansatz zu enge Grenzen.

Dennoch war Franz Schönhuber ein weltoffener Mensch, der sich zeitweise als Dolmetscher und Theaterschauspieler durchschlug, besonders die Türkei gut kannte und mit einer ausländerpolitisch engagierten, langjährigen SPD-Stadträtin verheiratet war. In seiner eigensinnigen politischen Ausrichtung dominierten sowohl der Blick zurück als auch ein "Sozial-Patriotismus", den er einem unkritischen Hurra-Patriotismus egal welcher parteipolitischen Coleur gegenüberstellte.

Bei aller Kritik, die gegen ihn berechtigt oder nur stigmatisierend vorgebracht wurde, konnte man auch folgende Worte von Franz Schönhuber hören: "Eine neue patriotische Kraft muß aber auch aus der Vergangenheit lernen. Sie muß akzeptieren, daß Rassismus und übersteigerter Nationalismus uns in die größte Katastrophe unserer Geschichte geführt haben." Und in seinem Buch "Der missbrauchte Patriotismus" schrieb er: "...Dabei wird Selbstkritik nicht ausgeklammert. Dazu gehören meine Aussagen zur Kriegsgeneration. Bei solchen durchaus ehrenwerten Bemühungen schoss ich aber nicht selten weit über das Ziel hinaus und suchte zu rechtfertigen, was nicht zu rechtfertigen ist." Mit Franz Schönhuber starb ein nicht nur polarisierendes sondern in vieler Hinsicht auch ein schonungsloses und gefürchtetes bayerisches Urgestein.

 
Top